Paddy Cosgrave - Veranstalter des Web Summits

Fail oder Chance?

Diejenigen unter euch, die sich für die Startup-Szene interessieren und Nachrichtenmagazine wie tech.eu oder t3n abonnieren, werden sicherlich schon etwas von der Kritik am Web Summit 2015 gelesen haben. Wie ihr ja wisst, werden Hung und Marius an dieser großen Messe in Dublin teilnehmen, um dort – wie viele andere Startups auch – ihre Ideen vorzustellen. In der letzten Zeit hagelte es dann ordentlich Kritik an der Veranstaltung, die dieses Jahr zum fünften Mal stattfinden wird. Da kam natürlich zuerst auch bei uns ein mulmiges Gefühl auf…

Nachdem ein Jungunternehmer twitterte, dass der Web Summit 10.000 Dollar von den Startups verlange, um auf die großen Investoren zu treffen, schaltete sich ein Reporter von tech.eu ein. Er berichtete über die angebliche Schattenseite der international renommierten Veranstaltung. So warf er den Organisatoren vor, die Informationen über die Kosten für die Teilnahme erst preisgegeben zu haben, nachdem den Bewerbern eigentlich versichert worden war, dass sie die Teilnahme über das Alpha Programm gewonnen hätten. Zudem übt er harsche Kritik an dem angeblich aggressiven, teilweise falschen Marketing und stellt den Mehrwert der ganzen Veranstaltung für Startups heftig in Frage. Auf seine Berichterstattung hin erreichten die Redaktion wohl zahlreiche Beschwerdebriefe von betroffenen Startups, die sich ebenfalls ungerecht behandelt fühlten und insbesondere über die Intransparenz der Kosten klagten.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Startups, die die Kritik eher unberechtigt finden und sich eigentlich fair behandelt fühlen, da der Preis für einen Stand normalerweise viel höher wäre. Hung berichtet euch nun, wie wir die Anmeldung und die Informationsvermittlung über die Kosten empfunden haben:

Hung: Nicht alle Vorwürfe können wir nachvollziehen. Aber wir denken auch, dass man die Preise vielleicht transparenter und vorzeitiger hätte kommunizieren können. So wurde ich erst über die Kosten informiert, nachdem wir die Zusage erhalten haben. Statt die normalen Standkosten im Wert von 10.000 Euro zu bezahlen, müssten wir nur für die 3 Tickets in Höhe von 2000 Euro aufkommen. Natürlich ist das eine ganze Menge Geld und wir haben gemeinsam mit unseren Investoren Pro und Contra abgewogen; aber letztendlich hatten wir viel mehr überzeugende Pros.“

Die Gründerküche, die uns ja nach Dublin begleiten wird, hat mit Hung ein ausführliches Interview über die aktuellen Vorwürfe geführt. Was er noch dazu zu sagen hat, könnt ihr unter folgendem Link nachlesen: http://www.gruenderkueche.de/gruendertalk/web-summit-einladung-smyles-geht-das-laecheln-nicht-mehr-aus-dem-gesicht/

Der Veranstalter Paddy Cosgrave sah sich nach der Flut an Kritik zu einer Stellungnahme verpflichtet und wehrte sich in dem offiziellen Blog des Web Summits gegen die Kritik. Er beteuert, dass die Intention der Veranstaltung immer noch die gleiche wie vor 5 Jahren ist, als er selbst als Startup-Unternehmer die Idee hatte, die Investorensuche für Startups zu erleichtern. Ebenfalls wäre niemals eine Teilnahmegebühr von 10.000 Dollar verlangt worden und die Kosten, die entstehen würden, wären immer offen behandelt wurden. Außerdem ist er überzeugt, dass sich das, was sie finanziell für die Teilnahme aufbringen müssten (nämlich ca. 500 Dollar pro Person), 100%ig lohnen würde für die Erfahrung und die Kontakte, die die Startups nach dem Web Summit mit nach Hause nehmen.

Wir lassen uns die Freude jedenfalls nicht nehmen und sind gespannt auf das, was auf uns zukommt. Ob wir dann enttäuscht, zufrieden oder total happy nach Hause kommen, erfahrt ihr natürlich als Erste!

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